FAQ

Häufig gestellte Fragen

Sie haben generelle Fragen zur Chiropraktik? Oder Fragen zu unserer Gesellschaft? Hier werden Sie fündig!

Welche Ziele hat die chiropraktische Behandlung?

Die bedeutendste Steuerungseinrichtung unserer Körperfunktionen ist das Nervensystem. Die vom Rückenmark entspringenden Nervenwurzeln bilden Nerven, die im gesamten Körper relativ ungeschützt verlaufen. Mechanisch bedingte Funktionsstörungen entstehen meistens an Strukturen, die in anatomischer Nachbarschaft zu den Austrittsstellen von Nervenwurzeln oder auch in der Nähe peripherer Nerven liegen und somit deren physiologisch korrekte Funktion beeinträchtigen können. Ziel der chiropraktischen Behandlung ist es, diese Fehlfunktion zu finden und zu beheben, damit das Nervensystem wieder unbeeinträchtigt von mechanischen Ungleichgewichten arbeiten und die Selbstheilungskraft im Körper unterstützen kann.

Wie läuft eine chiropraktische Behandlung ab?

Zunächst wird die Krankengeschichte aufgenommen. Daran schließt sich eine erste körperliche Untersuchung an. Schließlich wird auf Basis des erstellten Befundes und in Abstimmung mit dem Patienten ein Therapieplan erstellt.

Kernstück der chiropraktischen Tätigkeit ist die gezielte manuelle Mobilisierung blockierter Gelenke, das so genannte Adjustment. Hierbei wird das betroffene Gelenk innerhalb seiner anatomischen Grenzen mit einem präzise ausgeführten Impuls bewegt. Das Lösen eines blockierten Gelenkes ist oft mit einem hörbaren aber schmerzfreien und ungefährlichen Knacken verbunden. Es wird durch das Zusammenfallen (Implodieren) von Gasblasen im Gelenkspalt hervorgerufen.

Wer kann behandelt werden?

Individuell angepasste Techniken ermöglichen die gezielte chiropraktische Behandlung von Menschen jeden Alters und jeder Körpergröße. So können auch Säuglinge und Kleinkinder oder ältere Menschen chiropraktische Hilfe in Anspruch nehmen.

Welche Risiken bestehen?

Die Chiropraktik steht in einer langen, durch verschiedene Quellen gesicherten Heiltradition, die bis in die Anfänge der abendländischen Medizin zurückreicht. DCG-Chiropraktoren sind durch ihre den international gültigen Standards entsprechende akademische Ausbildung in der Lage, die Grenzen ihrer Zuständigkeit zu erkennen. Die von ihnen angewandten Behandlungsmethoden sind daher als eine sichere Behandlungsform von Erkrankungen biomechanischen Ursprungs anzusehen. Nähere Informationen zu speziellen oder individuell gegebenen Risiken werden Ihnen vor der Behandlung von Ihrem Chiropraktor mitgeteilt.

Gibt es Behandlungsreaktionen?

Reaktionen können gelegentlich in Form von Muskelkater, Steifheit oder vorübergehenden Reizzuständen auftreten. Dies ist in der Regel allerdings bedenkenlos und relativ natürlich, wenn ein Gelenk nach manchmal sehr langer Zeit wieder beweglich oder eine zuletzt permanent verspannte Muskulatur wieder gelockert wurde.

Wie sind Chiropraktoren ausgebildet?

In Deutschland wird die Chiropraktik von der Deutschen Chiropraktoren-Gesellschaft e.V. (DCG) vertreten. Die Hürden für eine Mitgliedschaft in der DCG sind überaus hoch. So müssen alle DCG-Chiropraktoren ein besonders hohes Ausbildungsniveau nachweisen. Zur Niederlassung als DCG-Chiropraktor ist zudem der Nachweis einer qualifizierenden Assistenzzeit erforderlich.

Wie ist die rechtliche Situation der Chiropraktik in Deutschland?

Die Chiropraktik ist in Deutschland noch nicht als eigenständiger akademischer Heilberuf anerkannt. Daher ist die Bezeichnung „Chiropraktor“ gesetzlich nicht geschützt. Dies hat dazu geführt, dass zum Erlernen chiropraktischer Techniken Kurse von unterschiedlicher Dauer und Qualität für Ärzte und Heilpraktiker angeboten werden.

Wer trägt die Behandlungskosten?

Die Behandlungskosten werden in der Regel nur von privaten Krankenkassen und den staatlichen Beihilfestellen erstattet. Als erste gesetzliche Krankenkasse erstattet die BKK24 einen Teil der chiropraktischen Behandlung. Erkundigen sie sich bei ihrer Krankenkasse über eine eventuelle (Teil-)Übernahme der kosten.

Was geschieht beim ersten Besuch in einer Chiropraktoren-Praxis?

Viele Patienten haben nur eine vage Vorstellung vom Ablauf einer chiropraktischen Behandlung. Daher soll in dieser Broschüre ein Überblick darüber gegeben werden, wie Ihr Chiropraktor arbeitet und was Sie bei einer Behandlung erwartet.

Beim Ersttermin wird Ihre Krankengeschichte aufgenommen. Dabei werden nicht nur die gegenwärtigen Beschwerden besprochen, sondern auch eventuelle frühere Krankheiten, Operationen und Unfälle mit einbezogen, um bei der späteren Behandlung mögliche Zusammenhänge berücksichtigen zu können.

Die nachfolgende Untersuchung konzentriert sich auf den Bewegungsapparat. Neben orthopädischen und neurologischen Tests werden spezielle chiropraktische Untersuchungen durchgeführt. Falls Ihnen Röntgenbilder, Computertomographieaufnahmen (CT), Kernspintomographieaufnahmen (MRT) oder ärztliche Befundberichte vorliegen, sollten Sie diese zum ersten Besuch mitbringen, damit auch diese bei der Beurteilung Ihrer Symptome und Ihrer Situation angemessen berücksichtigt werden können.

Vor Beginn der eigentlichen Behandlung werden die Resultate der Untersuchung mit dem Patienten besprochen. Es wird eingehend erklärt, welche Ursachen den jeweiligen Beschwerden zugrunde liegen und wie diese chiropraktisch behandelt werden können. Anschließend wird der Therapieplan festgelegt. Es ist wichtig, dass der Patient zu akzeptieren lernt, dass der eigene Beitrag den Behandlungsverlauf und die Genesung sehr positiv beeinflussen kann. Daher bekommen viele Patienten für sie geeignete gymnastische Übungen gezeigt.

Auch Anregungen zur Verbesserung der Körperhaltung und zur Vermeidung ungünstiger Angewohnheiten werden gegeben.

Ebenso gehören Tipps zur Vermeidung ungünstiger Angewohnheiten in das Spektrum umfassender chiropraktischer Behandlung.

Wie läuft die Behandlung ab?

Im Mittelpunkt der chiropraktischen Arbeit steht die gezielte manuelle Mobilisierung blockierter Gelenke, also von Gelenken, die eine Bewegungs- bzw. Funktionseinschränkung aufweisen.

Dabei wird das betroffene Gelenk innerhalb seiner anatomischen Grenzen mit einem präzise ausgeführten Impuls bewegt. Das Lösen eines blockierten Gelenkes ist oft mit einem zwar hörbaren, aber schmerzfreien und ungefährlichen Knacken verbunden.

Es wird durch das Zusammenfallen (Implodieren) von Gasblasen im Gelenkspalt hervorgerufen. Bei Bedarf werden auch beteiligte Weichteile (Bänder, Sehnen, Muskeln, Faszien) in die Behandlung mit einbezogen.

Im Allgemeinen schmerzen chiropraktische Behandlungen nicht. Bei bestimmten neuromuskulären Techniken können allerdings Muskelkater und Müdigkeit auftreten, die meist nur ein bis zwei Tage anhalten.

In der Chiropraktik wird der Körper grundsätzlich als sinnvoll organisierte Gesamtheit verstanden, in der es keine funktionellen Grenzen zwischen den unterschiedlichen Körperteilen gibt.

Es geht nicht allein um die Bekämpfung von Schmerzen. Vornehmlich sollen die zugrunde liegenden Ursachen gefunden und, wenn sie in das Kompetenzgebiet des Chiropraktors fallen, beseitigt werden.

Andernfalls erfolgt die Empfehlung eines geeigneten anderen Spezialisten.

Jede chiropraktische Behandlung ist eine hochwertige, ganzheitlich wirksame und nachhaltige Einflussnahme auf die Integrität des Skelett-Muskel-Nervensystems.