Grundlagen der Chiropraktik

Chiropraktik

Chiropraktoren diagnostizieren und behandeln mechanische Probleme an Gelenken, Muskeln, Sehnen und Bändern sowie die Auswirkungen, die diese Probleme auf die Funktion des Nervensystems haben können.

Obwohl alle Gelenke des Körpers chiropraktisch behandelt werden können, liegt der Schwerpunkt auf den Gelenken der Wirbelsäule.

Wenn Gelenke ihre normale Beweglichkeit verloren haben (blockiert oder hypomobil sind), können Chiropraktoren durch gezielte Impulse helfen, die normale Beweglichkeit wiederherzustellen. Dadurch kann in vielen Fällen die Funktion von benachbartem Nervengewebe optimiert und so die natürlichen Selbstheilungskräfte des Körpers gefördert werden.

Mit neuromuskulären und anderen Behandlungstechniken kann der Chiropraktor außerdem Verspannungen an Muskeln, Sehnen und Bändern behandeln.

Sowohl durch die Behandlung als auch eine entsprechende Beratung kommt der Chiropraktik außerdem eine große Rolle bei der Prävention mechanisch bedingter Gesundheitsprobleme zu.

Deutsche Chiropraktoren-Gesellschaft e.V. (DCG)

Die Mitglieder der Deutschen Chiropraktoren-Gesellschaft e.V. sind bei der Ausübung ihres Berufes an die ethischen Grundsätze dieses Berufsverbandes gebunden.

Alle Mitglieder haben erfolgreich ein mindestens vierjähriges akademisches Vollzeitstudium der Chiropraktik mit über 5000 Stunden an einer vom Council on Chiropractic Education International (CCEI) anerkannten Hochschule für Chiropraktik absolviert.

Die DCG stellt durch regelmäßige, verpflichtende Fortbildungsveranstaltungen sicher, dass die hohen Ausbildungsstandards ihrer Mitglieder erhalten bleiben.

Geschichte

Die Chiropraktik ist ein eigenständiger Heilberuf, der sich mit der Diagnose, Behandlung und Prävention funktioneller Störungen der Statik und Dynamik des menschlichen Bewegungsapparates beschäftigt. Dazu gehören die Wirbelsäule, das Nervensystem, die Muskeln, Sehnen und Gelenke.

Chiropraktik - der Begriff bedeutet ,mit der Hand behandeln' - wurde als eigenständiger Beruf im Jahre 1895 von Daniel David Palmer in Davenport, Iowa begründet. Doch auch vor dieser Zeit waren manuelle (von Hand ausgeführte) Behandlungsmethoden der Wirbelsäule bekannt und verbreitet. Die frühesten Darstellungen und Beschreibungen gehen mehrere tausend Jahre zurück.

Die damals angewandten Techniken und Theorien haben nichts mehr mit der modernen Chiropraktik gemein. Es dauerte jedoch bis 1897 als Daniel David Palmer sich dazu entschied ein Lehrinsitut für moderne Chiropraktik zu gründen. Das 'Palmer College of Chiropractic' (PCC) existiert noch heute und ist die bekannteste Ausbildungsstätte für Chiropraktik. Von diesen Anfängen hat sich die Chiropraktik in ihrer akademischen Form weltweit durchgesetzt und wird heute an mehr als 30 Universitäten gelehrt. In Europa gibt es vier nach internationalen Richtlinien anerkannte Hochschulen.

Als weltweit drittgrößter Heilberuf neben der Schul- und Zahnmedizin nimmt die Chiropraktik mit derzeit ca. 100.000 Chiropraktoren heute eine wichtige Position zwischen Orthopädie, Neurologie, Innerer Medizin und Rheumatologie ein. Ihre Wirkungsweise und Effektivität ist wissenschaftlich nachgewiesen. Sie kann im Gesundheitswesen die Aufgabe übernehmen, Patienten mit wirbelsäulenbedingten Problemen auf natürlichem Wege zu helfen.

Chiropraktoren verzichten bewusst auf den Einsatz von Medikamenten und Operationen und überweisen den Patienten an ärztliche Spezialisten wenn z.B. ein operativer Eingriff angezeigt scheint.