Geschichte der Chiropraktik

Der Begriff „Chiropraktik“ kommt aus dem Griechischen und bedeutet „mit der Hand behandeln“. Auch wenn die frühesten Darstellungen und Beschreibungen von manuellen Behandlungsmethoden der Wirbelsäule bereits mehrere tausend Jahre zurückreichen, so haben die damals angewandten Techniken und Theorien so gut wie nichts mehr mit der modernen Chiropraktik gemein. Als Begründer der modernen Chiropraktik gilt Daniel David Palmer, der im Jahre 1895 in Davenport (Iowa, USA) erst den eigenständigen Beruf begründete und kurz darauf ein Lehrinstitut für moderne Chiropraktik ins Leben rief. Das ‚Palmer College of Chiropractic‘ (PCC) existiert noch heute und ist die älteste und bekannteste Ausbildungsstätte für Chiropraktik weltweit. Von hier aus hat die akademische Chiropraktik ihren Siegeszug angetreten und wird heute an mehr als 30 Universitäten weltweit, davon 9 in Europa, gelehrt.

Neben der Schul- und der Zahnmedizin nimmt die Chiropraktik mit derzeit ca. 100.000 Chiropraktoren heutzutage eine wichtige Position zwischen Orthopädie, Neurologie, Innerer Medizin und Rheumatologie ein. Ziel ist es, Patienten mit wirbelsäulenbedingten Einschränkungen auf natürlichem Wege zu helfen und ihren Alltag wieder beschwerdefreier und mobiler zu gestalten. Dies konnte in zahlreichen Studien und Untersuchungen wissenschaftlich nachgewiesen werden. Chiropraktoren behandeln rein manuell und verzichten bewusst auf den Einsatz von Medikamenten und Operationen. Sie arbeiten eng verzahnt mit anderen medizinischen Disziplinen und Spezialisten zusammen, um für den Patienten bedarfsgerecht und individuell die bestmögliche Behandlung durch den jeweiligen Experten sicherstellen zu können.