Behandlungsspektrum

Rückenschmerz & Bandscheiben

Wie entstehen mechanisch bedingte Rückenschmerzen?

Falsche Körperhaltungen, aber auch Stürze oder Unfälle können Bewegungseinschränkungen bzw. Gelenkfehlstellungen sowie muskuläre Ungleichgewichte auslösen.

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Sind diese minimal, bleiben sie zunächst oft unbemerkt, zumal sie anfänglich nur mit einem leichten Schmerz verbunden sind. Der Körper versucht, diese Fehlfunktionen auszugleichen, indem andere Gelenke stärker belastet werden. Diese Ausgleichsreaktionen können über Monate oder Jahre aufrechterhalten werden.

Durch die alltäglichen Belastungen ist die ausgleichende Kraft des Körpers aber irgendwann erschöpft und die Schmerzgrenze wird überschritten. Das ist der Grund dafür, dass Schmerzen plötzlich und ohne deutliche Auslöser, wie z.B. falsches Heben, entstehen können. Bereits ein Niesen, das Anziehen von Socken oder einfach nur das Schlafen in unbequemer Haltung können dann unvermittelt heftige Schmerzen auslösen.

Fehlstellungen oder Bewegungseinschränkungen von Gelenken, Reizungen von Sehnen, Bändern, Muskeln, Faszien oder auch Bandscheibenschäden können aber nicht nur mechanische, sondern auch neurologisch bedingte Probleme wie Gelenkschwellungen und –schmerzen sowie reflektorische Muskelverkrampfungen im Bereich der mechanischen Funktionsstörung im Rücken. Ein typisches Beispiel hierfür ist der so genannte Hexenschuss (Lumbago).

Die neurologischen Auswirkungen können auch Körperregionen betreffen, die vom eigentlichen Ort der Störung weiter entfernten liegen. Davon betroffen sind meist Muskeln, Haut oder Organe, die von einem aus mechanischen Gründen in seiner Funktion beeinträchtigten Nerv versorgt werden. So erklären sich schmerzende oder taube Bereiche in Beinen und Füßen, z.B. bei Ischialgie (Schmerzen im Versorgungsbereich des Ischiasnervs).

    Wie hilft Ihr Chiropraktor?

    Sind Gelenkblockierungen die Ursache der Beschwerden des Patienten, werden diese durch einen gezielten Impuls gelöst.

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    Muskuläre Funktionsstörungen behandeln wir mit neuro-muskulären Methoden. Bei mechanisch bedingten Funktionsstörungen werden reflektorische Muskelverkrampfungen gelöst, Schmerzen gelindert und die neuro-muskuläre Funktionseinheit insgesamt gefördert.

    Im Vordergrund des chiropraktischen Therapieansatzes steht nicht die Beseitigung eines lokalen Schmerzes, sondern die Förderung der funktionellen Integrität des gesamten Bewegungsapparates und damit auch die Förderung der Widerstandskraft gegen Störfaktoren.

      Was ist ein Bandscheibenvorfall und wie entsteht er?

      Eine Bandscheibe wirkt wie ein Stoßdämpfer zwischen den Wirbelkörpern. Sie befindet sich auf der Vorderseite der Wirbelsäule und besteht aus einem runden, gelartigen Zentrum, dem Gallertkern und zahlreichen Schichten starker, ringförmiger Fasern, die den Gallertkern umgeben. Diese schützen den Gallertkern und halten ihn an seinem Platz in der Mitte der Bandscheibe.

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      In gerader Haltung kann die Wirbelsäule deshalb ungeheuren Lasten standhalten. Bückt man sich, nähern sich an der Vorderseite der Wirbelsäule die Wirbelkörperkanten einander an, während sie an der Rückseite auseinander driften. Dies hat zur Folge, dass der Gallertkern aus seiner stabilen Gleichgewichtslage nach hinten gedrückt wird.

      Solch alltägliche Belastung führt über die Jahre zu schleichender Ermüdung. Bedenkt man, wie oft man sich bückt oder in gebückter, manchmal sogar in verdrehter Körperhaltung Lasten anhebt, ist es nicht verwunderlich, dass die Stabilität des Zusammenspiels von Wirbelkörper und Bandscheibe leidet.

      Aufgrund der allmählichen Schädigung kann ein Bandscheibenvorfall sowohl in Folge eines äußeren Anlasses, zum Beispiel beim Heben oder Tragen, als auch vermeintlich spontan auftreten.

        Woran erkennt man einen Bandscheibenvorfall?

        Ein Bandscheibenvorfall ist zumeist mit starken Schmerzen verbunden. Ist eine Bandscheibe der Lendenwirbelsäule betroffen, wird der untere Rücken oft steif und unbeweglich. Alle Funktionen der betroffenen Nervenwurzeln können in Mitleidenschaft gezogen sein.

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        Daher kommt es in vielen Fällen zu ausstrahlenden Schmerzen in ein oder beide Beine, die bis in den Fuß hinunter reichen können. In Einzelfällen treten sogar Lähmungserscheinungen oder Inkontinenz auf.

        Für die korrekte Diagnose eines Bandscheibenvorfalls sind klinische Tests und bildgebende Verfahren (Computer- oder Kernspintomographie) unerlässlich.

          Wie hilft Ihr Chiropraktor?

          Der Chiropraktor stellt zunächst fest, ob ein Bandscheibenvorfall vorliegt. Bei Bandscheibenvorfällen mit eindeutigen, fortschreitenden neurologischen Defiziten ist die chiropraktische Behandlung an dem betroffenen Bewegungssegment nicht zulässig.

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          Diese Patienten gehören in die Obhut eines Orthopäden oder eines Neurochirurgen.

          Aufgabe des Chiropraktors ist es, durch das Beseitigen einer Funktionsstörung den internen Druck des Gallertkerns zu reduzieren. Mit einem präzise ausgeführten, schnellen und für den Patienten schmerzlosen Impuls kann ein festsitzender Wirbel gelöst werden. Aber auch die Behandlung mechanischer Dysbalancen an Gelenken oder Weichteilen (Muskeln, Sehnen, Bänder, Faszien) in der Nachbarschaft des geschädigten Bewegungssegmentes kann zur Beschwerdelinderung beitragen.

          Bei Bandscheibenvorfällen ist darüber hinaus eines besonders wichtig: Auch wenn Ihre Beschwerden erfolgreich behandelt wurden, bleibt Ihr Rücken oder Nacken eine Schwachstelle, die besondere Aufmerksamkeit verdient. Deshalb wird Ihnen Ihr Chiropraktor über die eigentliche Behandlung hinaus wertvolle Tipps und Anregungen für den Alltag geben.

          Jede chiropraktische Behandlung ist eine hochwertige, ganzheitlich wirksame und nachhaltige Einflussnahme auf die Integrität des Skelett-Muskel-Nervensystems.