Manche Säuglinge schreien in den ersten Wochen überdurchschnittlich viel. Der Grund der Unruhe ist für die Eltern oft nicht auszumachen.

Ist ein Gelenk der Halswirbelsäule blockiert, kann es nämlich einige Zeit dauern, bis die dazugehörigen Muskeln sich soweit entwickelt haben, dass das Baby eine Schonhaltung einnehmen kann. Diese äußert sich in einer schiefen Kopfhaltung sowie in einer eingeschränkten Drehbarkeit des Kopfes. Auch ist das Kind nun äußerst berührungsempfindlich. Weil auch die vordere Hals- und Rachenmuskulatur in Mitleidenschaft gezogen ist, können zudem Schluckbeschwerden, Trinkprobleme und wiederkehrende Mittelohrentzündungen auftreten.

Die Auswirkungen mechanischer Störungen im Bereich der oberen Halswirbelsäule wurden in Deutschland erst in den letzten Jahren intensiv erforscht. Sie werden als KISS- Syndrom (Kopfgelenk induzierte Symmetriestörung) bezeichnet. Im Zuge dieser Untersuchungen werden inzwischen auch Konzentrationsprobleme, Lese- und Rechtsschreibdefizite, ein hoher Bewegungsdrang und andere Verhaltensauffälligkeiten mit unbehandelten Halswirbelsäulenblockaden in Verbindung gebracht.